Unsere Wander-Tipps für das Elbsandsteingebirge
Das Elbsandsteingebirge bietet ideale Bedingungen für Wanderungen und Klettererlebnisse in allen Schwierigkeitsstufen. Von entspannten Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Stiegen- und Kletterrouten – rund um unser Hotel im Kirnitzschtal eröffnet sich Ihnen eine beeindruckende Vielfalt an Möglichkeiten. Zur Inspiration haben wir für Sie eine Auswahl empfehlenswerter Touren zusammengestellt. Selbstverständlich steht Ihnen unser Hotelteam während Ihres Aufenthalts jederzeit gern persönlich beratend zur Seite. Weitere Informationen sowie zahlreiche Ideen zu Klettersteigen und Stiegen in der Sächsischen Schweiz finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.
Darüberhinaus finden Sie hier mehr Informationen und Touren-Ideen für die Klettersteige und Stiegen in der Sächsischen Schweiz.
Wandern im Kirnitzschtal
Die Kirnitzsch entspringt bei Krasna Lipa (Schönlinde) in der Böhmischen Lausitz auf etwa 500 Metern Höhe und mündet nach rund 40 Kilometern bei Bad Schandau in die Elbe. Das Kirnitzschtal ist ein historisch geprägtes und gleichzeitig besonders malerisches Wanderziel.
Im sächsischen Abschnitt des Tales entstanden einst bis zu zwölf Wassermühlen, die zunächst als Mahl- oder Schneidemühlen dienten und später auch als Gasthäuser genutzt wurden. Die touristische Erschließung begann bereits im 18. Jahrhundert. Wanderer und Erholungssuchende schätzten vor allem die romantische Natur des Tales. Mit dem Ausbau der Kirnitzschtalstraße im 19. Jahrhundert erlebte der Fremdenverkehr einen großen Aufschwung – ein Meilenstein war 1898 die Inbetriebnahme der Kirnitzschtalbahn, der ersten Überland-Straßenbahn der Welt.
Heute ist eine Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall ein Erlebnis für die ganze Familie. Entlang der Kirnitzsch verläuft zudem der rund 9 Kilometer lange Lehrpfad „Flößersteig“. Er beginnt an der Neumannmühle und führt größtenteils am linken Ufer der Kirnitzsch bis zur Elbe in Bad Schandau. Auf über 100 Infotafeln erfahren Sie Wissenswertes über die Arbeit der Flößer, die historischen Mühlen sowie über Flora, Fauna und Naturschutz in der Region. Im oberen Kirnitzschtal bei Hinterhermsdorf erwarten Sie romantische Schluchten wie die Kirnitzschklamm mit der Oberen Schleuse. Das Kirnitzschtal ist zudem idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Wandertouren, vor allem in die Hintere Sächsische Schweiz. Entlang des Tals laden mehrere Mühlen zum Verweilen ein. Besonders lohnenswerte Stationen sind die Mittelndorfer Mühle, der Lichtenhainer Wasserfall, die Neumannmühle, die Felsenmühle, die Buschmühle und die Rölligmühle.
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Kirnitzschtalbahn -
Obere Schleuse / Kirnitzschklamm -
Flößersteig im Kirnitzschtal
Tagestour vom Lichtenhainer Wasserfall zum Großen Winterberg und den Affensteinen
Ausgangspunkt: Hotel Forsthaus im Kirnitzschtal
Endpunkt: Hotel Forsthaus im Kirnitzschtal
Dauer Wanderung: circa 6 Stunden (Verkürzung der Tour möglich, siehe Beschreibung)
Schwierigkeit: Mittel
Sie wandern vom Hotel Forsthaus zum Touristenmagnet Lichtenhainer Wasserfall über den Großen Winterberg (556m) nach Schmilka und wieder zurück zum Hotel. Im Zentrum der Tour erleben Sie die Affensteine, gehen über die Heilige Stiege und wandern auf der Affensteinpromenade weiter. In der Wanderung ist eine etwa 2,8 km lange Runde um den Alten Wildenstein geplant, die je nach Kondition und Wetter auslassen werden könnte.
Für diese Tagestour empfehlen wir Ihnen, sich bei uns ein Lunch-Paket als Proviant packen zu lassen.
Sie starten vom Hotel Forsthaus über den Folgenweg und den Rundweg 1 zum Touristenmagnet Lichtenhainer Wasserfall. Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein besonderes Schauspiel: Über ein aufziehbares Stauwehr stürzt der Lichtenhainer Dorfbach in die Kirnitzsch. Neben dem künstlich angelegten Wasserfall befindet sich ein kleiner, natürlicher Wasserlauf. Der im Jahr 1830 errichtete Wasserfall trug maßgeblich zur Entwicklung des frühen Tourismus im Elbsandsteingebirge bei. Der sogenannte „Wasserfallzieher“ war damals sogar mit einem Schankrecht ausgestattet.
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Affensteine -
Kirnitzsch -
Mühle in Schmilka
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung führt Sie im Uhrzeigersinn zunächst ein Stück entlang des historischen Flößersteigs. Aufwärts folgen Sie dem Münzborn, vorbei an seiner Quelle, bevor Sie in den Hinteren Kuhstallweg und anschließend nach rechts in den Fremdenweg einbiegen. Linkerhand entdecken Sie das Schneiderloch sowie die markanten Felsen des Kuhstalls mit seinem imposanten Felsentor, herrlichen Aussichtspunkten und der berühmten Himmelsleiter. Nach rund 2,5 Kilometern, an der Eichbornquelle, wird der Weg deutlich steiler. Doppeltürmchen und Winterbergscheibe begleiten Sie, während Sie vom Unteren Fremdenweg eindrucksvolle Ausblicke genießen.
Westlich des Weges erhebt sich der Kleine Winterberg (500 m), der gemeinsam mit dem Großen Winterberg die zerklüftete Felslandschaft der Affensteine nach Osten begrenzt. Über den Reitsteig setzen Sie Ihre Wanderung fort und steigen weiter auf dem Fremdenweg hinauf zum Großen Winterberg (556 m). Oben angekommen erwartet Sie ein Aussichtsturm mit einem fantastischen Panoramablick über das Elbsandsteingebirge. Nun führt der Weg über rund zwei Kilometer bergab – über die Winterbergstraße und den Bergsteig – bis an den Ortsrand von Schmilka. An der Schmilk’schen Mühle am Ilmenbach lohnt sich ein kleiner Abstecher.
Anschließend begleiten Sie auf dem Wurzelweg den Ilmenbach wieder bergauf. An der Zwieselhütte trennen sich die Wege – Sie folgen dem Elbleitenweg und biegen in den Heringsgrund ein. Nun beginnt ein weiterer anspruchsvoller Anstieg. Inmitten der Affensteine überwinden Sie über die berühmte Heilige Stiege, rund 903 Stufen einer Stahlleiter und erklimmen dabei einen Höhenunterschied von 190 Metern. Von der Flohspitze aus eröffnen sich beeindruckende Ausblicke. Über die Obere Affensteinpromenade setzt sich diese faszinierende Runde zwischen urwüchsiger Natur und menschlicher Baukunst fort. Immer wieder laden spektakuläre Felsformationen zum Staunen ein, darunter die Sandsteinbrücke des Kleinen Prebischtors.
Sie durchwandern das Gebiet des Kleinen Doms und steigen über die Kleine Domstiege hinab – vorbei an Affenwand und Domkanzel, über Stein- und Holzstufen, entlang steiler Felswände und verwurzelter Pfade. Auf dem Unteren Affensteinweg begleiten Sie zahlreiche markante Kletterfelsen. Besonders ins Auge fällt der Bloßstock mit seinen Nachbarn Kreuzstock und Morsche Zinne – eine markante Formation mit hohem Wiedererkennungswert. Kurz darauf erreichen Sie den Vorderen Heideweg und biegen in den Dietrichsgrund ein. Hier eröffnet sich eine zusätzliche kleine Rundtour um den Alten Wildenstein. Über Lehmhübelweg, Räumichtweg und Seibtweg gelangen Sie zurück zum Ausgangspunkt dieser Extrarunde. Der Dietrichsgrund führt Sie schließlich hinab zur Kirnitzsch und zum Beuthenbach mit dem idyllischen Beuthenfall und bildet einen stimmungsvollen Abschluss dieser eindrucksvollen Wanderung. Zurück am Restaurant und Hotel Forsthaus empfehlen wir Ihnen die Einkehr in die gemütliche Gaststube oder auf die schöne Sonnenterrasse.
Über den Grat der Schrammsteine
Von Bad Schandau nach Schmilka
Ausgangspunkt: Bad Schandau
Endpunkt: Schmilka
Dauer der Wanderung: circa 3 Stunden
Schwierigkeit: Mittel, teilweise anspruchsvolles Gelände
Starten Sie vom Stadtzentrum Bad Schandau und laufen Sie dann auf der Hauptstraße (Rudolf-Sendig-Straße) nach links in Richtung Schmilka weiter. Hier passieren Sie unter anderem den historischen Personenaufzug Ostrau, welcher zu einer Fahrt einlädt. Nach insgesamt ungefähr 2,4 Kilometern (30 Minuten) erreichen Sie am Ende von Bad Schandau an der Bushaltestelle „Postelwitz Abzweig Ostrau“ den Zahnsgrund. Von hier aus startet der Aufstieg zu den Schrammsteinen.
Biegen Sie von der Hauptstraße nach links ein. Nach wenigen Metern nehmen Sie rechts den Obrigensteig. Dieser steile Weg führt Sie streckenweise über Stufen / Treppen hinauf zu den Schrammsteinen. Sie passieren mit dem Schrammtor ein wunderschönes Felsgebilde, welches beiderseits des Weges emporragt. Auf der Vorderen Promenade / Schrammsteinweg geht es weiter über die Felsformation Jungfer und Eunuch zur Schrammsteinaussicht. Genießen Sie das wundervolle Panorama, welches zu jeder Jahreszeit eindrucksvoll ist.
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Schrammsteinaussicht -
Aussicht vom Plateau Breite Kluft -
Bad Schandau mit den Schrammsteinen
Gehen Sie nun einige Meter zurück und dann auf dem Schrammsteinweg entlang. Dieser führt Sie im stetigen Auf und Ab den Grat entlang. Sie können über kurze Stichwege zu Aussichten in Richtung Elbe oder Falkenstein bzw. Kirnitzschtal gelangen. Über Eisentreppen, Stiegen und ausgehauene Stufen hinweg lässt sich der Weg gut begehen und ist dennoch ein Abenteuer für die ganze Familie. Angekommen am Plateau Breite Kluft können Sie die atemberaubende Aussicht direkt am Malerweg genießen. Dies ist die perfekte Stelle für Ihre Rast während der Wander-Tour.
Der Elbleitenweg führt Sie dann in Richtung Ziel. Nutzen Sie beim Abstieg den Roßsteigel und biegen Sie dann nach rechts auf den Wurzelweg ab. Dieser führt Sie direkt nach Schmilka kurz vor der tschechischen Grenze. Von hier können Sie mit dem Bus zurück nach Bad Schandau fahren.